Entrepreneurial Year

Selbstkritik: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

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Wir sind eigentlich ganz gut im Anpacken und in-die-Tat-umsetzen. Was aber sind unsere SVA – die Ständig-Verschobenen-Aufgaben? Ein gewiefter Blick in unser Task Management Tool Wunderlist bringt Erstaunliches hervor. Erster Platz der SVA-Liste: Kontakte anschreiben und pflegen.

Beispiel Vibraa. Warum haben wir bis dato noch keine Frauenmagazin-Autorin für ein Gespräch angeschrieben? Warum stellen wir uns häufig vor, dass wir X und Y noch zwingend verbessern und optimieren müssen, weil dann, und erst dann, sich Promotion (Web/Print/Word-of-Mouth) erst wirklich lohnen? Warum haben wir nicht schon vorgestern mit der Recherche relevanter Kontakte begonnen? Wieso sprechen wir nicht mit ihnen und finden heraus woran sie wirklich interessiert sind, wobei wir Ihnen, und Sie uns helfen können?

Wir lieben die Ideengenerierungsphase, bauen und verbessern fanatisch Prototyp um Prototyp, tun uns aber nach längerer produktiver Zeit etwas schwer, Marketing und Menschen richtig anzupacken. Auch wir mögen die Comfort Zone, und es fällt naturgemäss schwer die Couch zu verlassen. Genau hier ist Umdenken und manchmal ein Tritt in den A… gefragt. Es scheint schlichtweg zu einfach, sich wochenlang vor dem Macbook zu verstecken, und darauf zu hoffen, dass die eigenen Ideen ‘da draussen’ auch wirklich gut ankommen (Stichwort Design Thinking). Wieviele Male haben wir uns schon verannt, uns etwas eingebildet oder halbrichtig vorausgesagt?

In unserer schnelllebigen Zeit ist der Fokus auf das Wesentliche matchentscheidend, um den Wald, wegen der vielen Bäume, nicht zu übersehen. Peter Drucker erinnert: “Die richtigen Dinge tun, und die Dinge richtig tun”. Nur was sind die richtigen, was die wesentlichen Dinge? Zur Beantwortung der Frage hilft vielleicht gerade der Blick in die SVA-Liste. Hinter den unbequemen und darum ständig verschobenen Aufgaben verstecken sich oftmals wesentliche, richtige Dinge. Dann fehlt nur noch Nike’s slogan: JUST DO IT (aber eben richtig).

PS. Dieser Post ist im Nachgang einer ausgedehnten Diskussion mit meiner Freundin Zsofi in Salvador, Bahia, entstanden. Reden hilft: Ich habe während der Blog-Schreib-und-Überarbeitungsphase ein erstes Mail an eine Autorin eines bekannten Frauenmagazins aufgesetzt.

2 Kommentare
  1. Samuel says: April 28, 201313:12

    Hey Marc!

    Ich geb Dir absolut recht, dass sind meistens genau die relevanten Aufgaben! Die Vibraa Seite sieht schon ganz nice aus, aber mir fehlt auf der Startseite noch das Onlineshop Gefühl, ich denke die Begrüssung könnte man sich 2012 schon gut sparen :)

    Die Idee des Entrepreneurial Year finde ich übrigens genial, jetzt gilt es noch was draus zu machen, viel Glück (und meld dich, wenn du Input brauchst :D)!

  2. Nagu says: May 17, 201315:16

    Na denn hopp, los, raus und promoten was das Zeug hält!

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